Harburger Notizblätter

1926 beauftragte der Verband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern den Kunsthistoriker Theodor Harburger (1887–1949), die in bayerischen Synagogen befindlichen Ritualobjekte zu inventarisieren. Bis 1932 besuchte Harburger 213 Synagogen und dokumentierte auf über 2.000 eng beschriebenen Seiten Ritualgegenstände, Synagogaltextilien und weitere Ausstattungsgegenstände sowie Objekte des häuslichen Gebrauchs aus rund 90 Privatsammlungen. Insgesamt erfasste Harburger mehrere tausend Objekte, von denen er rund 800 fotografierte. Die handschriftlichen Aufzeichnungen umfassen Maß- und Materialangaben, detaillierte Beschreibungen, Abschriften von hebräischen Widmungsinschriften und zeichnerische Wiedergaben von Meister- und Beschauzeichen bei Silbergegenständen.
Bisher lagen Theodor Harburgers Inventarnotizen nur in handschriftlicher Form in den Central Archives for the History of the Jewish People (CAHJP) in Jerusalem im Original und im Jüdischen Museum Fürth als Mikrofilme aus den 1990er-Jahren vor.
Die wissenschaftliche Edition und digitale Erschließung dieser Aufzeichnungen stellt Wissenschaftler*innen unterschiedlichster Sparten ebenso wie einer breiten interessierten Öffentlichkeit ein wichtiges Werkzeug zur Verfügung.

Gürtelschließe, München (Obb.)

von Theodor Harburger

CC BY-NC 4.0

  • Datierung um 1835
  • Objektart Schließe
  • Material Silber; getrieben
  • Inventarnummer P160a.129.095.001
  • Zugang Leihnahme
  • Creditline CAHJP, P160a-129, München, Bl. 95
  • Zitiervorschlag Theodor Harburger, Gürtelschließe, München (Obb.), 1830, CAHJP, P160a-129, München, Bl. 95
  • Permalink https://sammlung-online.juedisches-museum-muenchen.de/objekt/guertelschliesse-muenchen-obb-50004512

Werktext

[Privatbesitz: Dr. Heinrich Feuchtwanger, Steinsdorfstr. 21:] Jom-Kippur-Schließe: Silber. Österr. Stempel aus den 30er Jahren des 19. Jahrh. [pic 31A] = R3; L.: 10,7 cm. Br.: 7,6 cm. Schrift und figürlicher Schmuck - Löwen, die ein Schild halten - getrieben, primitiv aber zeitempfunden. Umschrift: [heb] Cremegrundiges Biedermeier. Seidenband mit bunter (!) Bemalung: Rosen und andere Blumen (!). (Phot. VI/565).
|כי ביום הזה יכפר עליכם לטהר אתכם מכל חטאתיכם לפני ה' תטהרו
|Denn an diesem Tage wird Er euch sühnen, dass ihr rein werdet; von all euren Sünden sollt ihr rein werden vor dem Ewigen [Lev. 16,30].