Harburger Notizblätter
1926 beauftragte der Verband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern den Kunsthistoriker Theodor Harburger (1887–1949), die in bayerischen Synagogen befindlichen Ritualobjekte zu inventarisieren. Bis 1932 besuchte Harburger 213 Synagogen und dokumentierte auf über 2.000 eng beschriebenen Seiten Ritualgegenstände, Synagogaltextilien und weitere Ausstattungsgegenstände sowie Objekte des häuslichen Gebrauchs aus rund 90 Privatsammlungen. Insgesamt erfasste Harburger mehrere tausend Objekte, von denen er rund 800 fotografierte. Die handschriftlichen Aufzeichnungen umfassen Maß- und Materialangaben, detaillierte Beschreibungen, Abschriften von hebräischen Widmungsinschriften und zeichnerische Wiedergaben von Meister- und Beschauzeichen bei Silbergegenständen.
Bisher lagen Theodor Harburgers Inventarnotizen nur in handschriftlicher Form in den Central Archives for the History of the Jewish People (CAHJP) in Jerusalem im Original und im Jüdischen Museum Fürth als Mikrofilme aus den 1990er-Jahren vor.
Die wissenschaftliche Edition und digitale Erschließung dieser Aufzeichnungen stellt Wissenschaftler*innen unterschiedlichster Sparten ebenso wie einer breiten interessierten Öffentlichkeit ein wichtiges Werkzeug zur Verfügung.
Gemeindeakten, Ansbach (Mfr.)
- Datierung 1617
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Objektart
Archivalie
- Inventarnummer P160a.010.013.001
- Zugang Leihnahme
- Creditline CAHJP, P160a-010, Ansbach, Bl. 13
- Zitiervorschlag Theodor Harburger, Gemeindeakten, Ansbach (Mfr.), 1617, CAHJP, P160a-010, Ansbach, Bl. 13
- Permalink https://sammlung-online.juedisches-museum-muenchen.de/objekt/gemeindeakten-ansbach-mfr-50001407
Werktext
5 Copialbücher beginnend mit einer Abschrift eines Judenschutzbriefes auf 13 Jahre ab 1617. Ausgestellt von Joachim Ernst Markgr. z. Brandenburg in Crailsheim am 28. Okt. 1616. Erwähnt wird, daß bereits 1608 ein 8jähriger Schutz erteilt worden war. Schutzgeld jährlich insgesamt 500 Gulden. [1662 wird ein Jude noch in Bechhofen erwähnt.] Vorzugsweise Geldangelegenheiten enthaltend aber auch eine "Ordnung und Privilegien einer gesamten Schutzjudenschaft in dem Markgrafschaftl. Amt Onolzbach, de dato 5. Aug. 1734". Eine frühere vom J. 1732 als loser Akt vorhanden! Ebenso eine vom 20. März 1737 (diese gedruckt). Erlaß v. 7. Juli 1784 (Ansbach) über Aufhebung des Leibzolls bei Vorzeigungs-Verpflichtung des Schutznachweises.
|Keine Dokumente betr. "Schutz" in den CAHJP.