Tora-Vorhang (Parochet), Aub (Ufr.)
- Datierung 1848–1849
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Objektart
Textilie
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Material
Plüsch; gerippt, bestickt
- Inventarnummer P160a.014.003.004
- Zugang Leihnahme
- Creditline CAHJP, P160a-014, Aub, Bl. 3
- Zitiervorschlag Theodor Harburger, Tora-Vorhang (Parochet), Aub (Ufr.), 1848, CAHJP, P160a-014, Aub, Bl. 3
- Permalink https://sammlung-online.juedisches-museum-muenchen.de/objekt/tora-vorhang-parochet-aub-ufr-50001568
Werktext
Vorhänge unbedeutend bis auf einen (bei Herrn A. Oppenheimer aufbewahrten). Auf rotem gerippten Plüsch applizierte Blumenornamentik. Widmung: [heb] Darunter Krone und Keter Tora [heb]; Darunter in ... (1669 oder 1799). [heb]. Im Mittelfeld: [heb]. {Die Ergänzungen sind zahlreich und wenig stilecht}. Gehänge dazu - Ein weiteres gelbgrundiges Gehänge. [Photo CAHJP, P160-1111].
|Spende des Teuren und des Erhabenen, des Vorstehers, des geehrten Meisters, Herrn Juda, sein Fels behüte ihn, Sohn des Natan, seligen Angedenkens, und seiner Gattin, der Teuren, Frau Rosel, Tochter des Hochbetagten, des geehrten Herrn Abraham Plon [Plohn?], sein Fels behüte ihn. $ Krone der Tora $ "Zion wird durch Recht erlöst" [Jes. 1,27] [429] der kleinen Zählung (1668/1669) $ Erneuert durch den geehrten Herrn Abraham, Sohn des Menachem, und seinem Sohn Ascher Oppenheimer. 687 der kleinen Zählung (1926/1927).
|Besteht die Jahreszahl nur aus den vier markierten Buchstaben des Chronogramms, dann ist es das Jahr 429 (= 1668/69). Werden die beiden letzten Buchstaben (der kleinen Zählung) hinzugenommen, dann ist es das Jahr 559 (= 1798/99).
|Zu Datierung: Harburger schreibt 1669 oder 1799. Weinberg, Die Memorbücher der jüdischen Gemeinden in Bayern, S. 20f. (Memorbuch Aub), Nr. 52 und 53 nennt die beiden Stifter der Parochet. Er bemerkt, dass die Einträge "am unteren Rand der Seite" geschrieben sind, und "in späterer Zeit eingefügt sind". Damit stimmt eher das spätere Datum (1799). Auf dem Foto der Parochet (CAHJP, P160-1111), ist zu sehen, das die zu addierenden Buchstaben, aus denen die Jahreszahl besteht heller sind und es vermutlich einen weiteren Buchstabe (ein Endnun, ן mit Zahlenwert 50) gibt, den Harburger nicht bei seiner Addition berücksichtigt hat. Wenn all dies zutrifft, dann ist das Datum der Stifterinschrift 1748/1749.