Tora-Schild (Tass), Frankenwinheim (Ufr.)

von Theodor Harburger

CC BY-NC 4.0

  • Datierung 1690–1721
  • Objektart Ritualobjekt
  • Material Silber; gepresst, verziert
  • Inventarnummer P160a.058.002.002
  • Zugang Leihnahme
  • Creditline CAHJP, P160a-058, Frankenwinheim, Bl. 2
  • Zitiervorschlag Theodor Harburger, Tora-Schild (Tass), Frankenwinheim (Ufr.), 1690, CAHJP, P160a-058, Frankenwinheim, Bl. 2
  • Permalink https://sammlung-online.juedisches-museum-muenchen.de/objekt/tora-schild-tass-frankenwinheim-ufr-50002279

Werktext

Tass (Gemeindebesitz): Silber. H.: 25 cm. Br.: 23 cm. Stempel: nicht auffindbar, vielleicht Kitzinger Herkunft. Große Ähnlichkeit mit dem Schweinfurter Tass. Rechteckige Form auf 3 Bogenabschlüssen. Hohes Mittelgehäuse mit Steinen geschmückt. Zu beiden Seiten auf Löwenkopfgeschmückten [sic] Podesten gedrehte Halbsäulen. Davor Moses mit Gesetzestafeln und Josua (Lanze fehlt!) mit Federkrone. Unter dem Mittelgehäuse Barockkartuche mit Widmung: [heb] (282!) Über dem Mittelgehäuse Doppeladler unter der Halbkrone. Zu deren Seiten zwei gepreßte Hände. Weiterer Dekor Fruchtgehänge. Das Ganze umzieht ein Rahmen. 5 Glöckchen.
|ויהי דב°ר° ה' אל שמ°ואל לאמ°ר° לפ"ק
|"Und das Wort des Ewigen ward dem Samuel also:" [482] [1 Sam. 15,10] nach der kleinen Zählung (1721/1722).
|Die Jahresangabe ist als Chronogramm in Form eines Bibelverses (1 Samuel 15,10) angegeben. Die Addition der Zahlenwerte der von Harburger markierten Buchstaben ergibt aber nur 282; das entspräche 1521/1522 und wäre ein sehr früher Zeitpunkt für eine Widmung auf einem Tass. Er hatte die Markierung über dem resch (Zahlenwert 200) übersehen. Damit ergibt sich das plausiblere Jahr 482 (1721/1722).