Büste Martin Rosenthal
von Arnold Zadikow
- Datierung 1920
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Objektart
Plastik
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Material
Bronze; gegossen
- Maße 51,0 cm x 20,5 cm
- Signatur / Beschriftung Zadikow 1920
- Inventarnummer JM 44/2019
- Zugang Schenkung 2019
- Personen / Institutionen Martin Rosenthal (Dargestellte_r)
- Creditline Jüdisches Museum München, Sammlung Porträts, JM 44/2019; Foto: Franz Kimmel
- Zitiervorschlag Arnold Zadikow, Büste Martin Rosenthal, 1920, Jüdisches Museum München, Sammlung Porträts, JM 44/2019; Foto: Franz Kimmel
- Permalink https://sammlung-online.juedisches-museum-muenchen.de/objekt/bueste-martin-rosenthal-50004869
Werktext
1920 beauftragte der Kaufmann und Kommerzienrat Martin Rosenthal den Bildhauer Arnold Zadikow mit der Büste. Sie zeigt den Dreiundvierzigjährigen mit strengen Zügen und einem vom Alter bereits gezeichneten Gesicht. Der hier gezeigte schonungslose Realismus ist charakteristisch für Zadikow und zeichnet sich schon in seinen frühen Arbeiten ab.
Martin Rosenthal und seine Frau besaßen eine beachtliche Kunstsammlung, die 1938 von der Gestapo beschlagnahmt wurde. Die Büste wurde neben anderen Kunstwerken und Büchern nach Kriegsende an die Familie von Gabrieles Schwester Henny Siegel restituiert, die nach Palästina emigriert war. Deren Sohn, Uri Siegel, gehörte zu den wenigen jüdischen Münchner*innen, die aus der Emigration zurückkamen. Die Büste ging in seinen Besitz über.