Arnold Zadikow
- Lebensdaten: 1884 - 1943
- GND-Nr. 139287175
Biografie
Arnold Zadikow war ein deutscher Bildhauer und Medailleur.
Er kam als Sohn des Kantors Isidor Zadikow und dessen Frau Berta, geb. Moser, in Kolberg in Pommern zur Welt. Zadikow absolvierte nach dem Gymnasium zunächst eine Maurerlehre, schlug aber dann eine künstlerische Laufbahn ein. Zuerst studierte er an der Berliner Kunsthochschule und später an der Akademie der Bildenden Künste in München. Dort war er Schüler bei Heinrich Waderé. 1913 erregten Zadikows Plastiken Aufmerksamkeit bei der Frühjahrsausstellung der Münchner Neuen Secession. In den Jahren danach folgten Aufträge für Büsten und Grabmale, unter anderem für den 1935 in Nizza verstorbenen Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld. 1920 heiratete er die Grafikerin Hilda Lohsing. Die beiden hatten eine Tochter, Marianne, verh. May (geb. 1923). 1933 floh Zadikow mit Frau und Tochter nach Karlovy Vary inTschechien. 1942 wurde die Familie von Prag aus in das Getto Theresienstadt deportiert, wo Zadikow 1943 starb. Seine Frau und seine Tochter überlebten die Schoa und emigrierten 1947 in die USA.