Modehaus Krell-Ucko

  • Lebensdaten: 1921 - unbek.

Biografie

Am 1. September 1921 eröffnete im ehemaligen Eichthal-Palais in der Theatinerstraße das Modehaus Krell-Ucko. Inhaber der Firma waren Max Krell, Albert Ucko und Arndt Sollinger, drei seit Langem in München ansässige Händler. Verkauft wurden in erster Linie Damenmode, Textilien und auch Teppiche. 1928 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Neben anderen Münchner Kaufleuten wie bspw. Julius Spitz waren die oben Genannten im Vorstand.

Max Krell kam ursprünglich aus Brandenburg und eröffnete 1897 ein Manufakturwarengeschäft in Weiden in der Oberpfalz. In den darauffolgenden Jahren folgten weitere Geschäftsgründungen in Schwandorf und anderen bayerischen Städten. 1924 starb er mit 55 Jahren, stattdessen trat seine Witwe Grete Krell in die Firma Krell-Ucko ein.

Albert Moritz Ucko (16. Oktober 1874 in Brieg in Preußen bis 6. Juli 1950 in New York) kam als Sohn von Hermann Ucko und dessen Frau Clara, geb. Hosch, zur Welt. 1901 heiratete er Gertrud Spitz (1880-1931). Die beiden hatten zwei Töchter: Clara (1902-1991), verh. Mannheimer, und Lore (1907-1997), verh. Hertz. Gertrude Ucko starb am 19. Januar 1931 und wurde auf dem Neuen Israelitischen Friedhof beerdigt. In zweiter Ehe heiratete Albert Ucko die Nürnbergerin Charlotte Liebenthal (1905-2004). Während der Novemberpogrome 1938 wurde Albert Ucko in das KZ Dachau deportiert und am 24. November wieder entlassen. Er emigrierte mit seiner zweiten Frau 1942 in die USA und lebte zunächst in San Pedro in Kalifornien und Miami, bis er 1950 in New York starb. Auch seinen beiden Töchtern und deren Ehemännern gelang die Flucht in die USA.