Olga Maier

  • Lebensdaten: 1867 - 1942

Biografie

Olga Maier wurde in München als eines von fünf Geschwistern geboren und lebte dort bis zu ihrer Deportation in das Vernichtungslager Treblinka.

Sie kam als zweite Tochter von Hermann Nussbaum und seiner Frau Henriette, geb. Beer, in München zur Welt. Ein Jahr vor Olga Maiers Geburt waren ihre Eltern von Augsburg nach München gezogen. Dort arbeitete der Vater als Tuchkaufmann und Schneidermeister. Olgas ältere Schwester Klara starb im Kindesalter. Ihre jüngeren Geschwister hießen Paula, Rosa, Minna und Benjamin.

Als Mädchen besuchte sie die Höhere Töchterschule in der Maxvorstadt. 1896 heiratete sie den aus Fischach bei Augsburg stammenden Religionslehrer Moses Moritz Maler. Nach seinem Tod 1923 erhielt Olga Maier eine Pension von der Israelitischen Kultusgemeinde, von der sie lebte. Während es vielen ihrer Familienmitglieder gelang, in der NS-Zeit zu flüchten, blieb sie selbst in München. 1942 wurde sie in die sogenannte Judensiedlung Milbertshofen umgesiedelt und von dort am 15. Juli desselben Jahres in das Getto Theresienstadt deportiert. Kurz darauf erfolgte die Verschleppung in das Vernichtungslager Treblinka, wo sie ermordet wurde.