Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden (VBIG)
- Lebensdaten: 1920 - 1939
- Geburtsort: München
- GND-Nr. 1023558564
Biografie
Der Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden war eine Vereinigung von etwa zweihundert jüdischen Gemeinden in Bayern. Seine Aufgaben lagen in der Vertretung der Gemeinden nach außen und in der Pflege kultureller und sozialer Belange, insbesondere der kleineren Gemeinden.
Nach seiner Gründung 1920 erhielt der Verband im Jahr 1921 den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts und Besteuerungsrecht. Ab 1926 saß dem Verband ein Rat mit 21 Mitgliedern vor, dazu kamen 76 Abgeordnete der Tagung, die gemeinsam ein Gremium bildeten. Der erste Präsident des Verbandes war von der Gründung bis zu seiner Auflösung Oberlandesgerichtsrat Alfred Neumeyer. der zugleich auch als Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde München fungierte. 1933 wurde der VBIG der sogenannten Reichsvertretung der deutschen Juden eingegliedert, die Kompetenzen in Bayern blieben erhalten. Im März 1938 wurde dem Verband der öffentlich-rechtliche Status aberkannt, nach den Novemberpogromen 1938 erfolgte die Auflösung.
Als Nachfolgeorganisation wird der 1947 gegründete Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern betrachtet.