Simon Gutmann
- Lebensdaten: 1889 - 1941
Biografie
Simon Gutmann war praktischer Arzt in München. Seine Praxis betrieb er in Schwabing in der Franz-Joseph-Straße 36. Er gehörte zu den knapp tausend Müncher*innen, die am 25. November nach Kaunas deportiert worden waren.
Gutmann war der Sohn des Hopfenhändlers Hirsch Gutmann und seiner Frau Fanny, geb. Gutmann. 1911 zog er aus Hainsfarth in Schwaben nach München, 1931 heiratete er dort Theresia Miehle (geb. 1901 in Uffing); ihre Ehe galt als Mischehe. Gemeinsam hatten die beiden zwei Kinder: Alexander Peter (geb. 1932 in München) und Egon Hermann Michael (geb. 1934 in München). Die Ehe wurde 1938 geschieden. Nach dem Attentat im Bürgerbräukeller befand er sich von November 1939 bis Januar 1940 in sogenannter Schutzhaft. Ab 1940 war er als „jüdischer Krankenbehandler“ am Israelitischen Krankenheim tätig. Gleichzeit bemühte er sich ab dieser Zeit vergeblich um eine Emigration in die USA.