Löwenbräu AG
- Lebensdaten: 1872 - 1997
- GND-Nr. 2001643-8
Biografie
Das Löwenbräu, dessen Gründungsdatum 1383 kontrovers diskutiert und heute als falsch angesehen wird, war 1872 die erste Brauerei Münchens, die in eine AG umgewandelt wurde. Der Namen Löwenbräu taucht in den Quellen erstmals 1746 auf. Ein möglicher Vorgänger war eine Brauerei in der Löwengrube 17, die 1524 erwähnt wird. 1872 wurde Löwenbräu von der Familie Brey gekauft und in eine Aktienbrauerei verwandelt. Erster Vorstandsvorsitzender war der Münchner Großunternehmer und Bankier Moritz Guggenheimer (1825-1902). Unter seiner Leitung und durch den stetig wachsenden Eisenbahnausbau entwickelte sie die Löwenbräu AG sehr schnell zu einem erfolgreichen Exportunternehmen. 1882/83 ließ Ludwig Brey den von Albert Schmidt entworfenen Löwenbräukeller errichten. 1921 fusionierte sie mit der Unionsbrauerei Schülein & Cie. AG. Von 1924 bis 1933 war Hermann Schülein Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor. Er flüchtete 1936 in die USA. Nach Kriegsende konnte eine Einigung mit der Familie Schülein erzielt werden, ab 1948 wurde wieder Bier in der Brauerei gebraut. 1992 wurde sie in eine Holding überführt. 1995 wurde die Löwenbräu Holding AG in Custodia Holding AG umfirmiert. Der ursprüngliche Brauereibetrieb gehört seit 1997 zur Spaten-Löwenbräu-Gruppe.