Ephraim Moses Lilien

Biografie

Ephraim Mose Lilien war Maler, Zeichner, Illustrator und Radierer.

Geboren in Galizien in ärmlichen Verhältnissen ging Lilien zunächst bei einem Schildermaler in die Lehre und besuchte dann ab 1890 die Kunstschule in Krakau. Aufgrund fehlenden Geldes musste er diese Ausbildung jedoch kurz darauf wieder abbrechen. Er verdiente schließlich genug als Schildermaler, um die Akademie der Bildenden Künste in Wien zu besuchen. 1894 ging er nach München, wo es ihm nach ein paar Jahren gelang, erste Aufträge unter anderem für die Zeitschrift Jugend und den Süddeutschen Postillon zu erhalten. 1899 zog Lilien nach Berlin, wo er sich erfolgreich als Werbegrafiker etablierte. Ab 1900 stellte er seine Arbeit fast gänzlich in den Dienst der zionistischen Idee und prägte damit das Erscheinungsbild der jungen zionistischen Bewegung nachhaltig. 1902 war er zusammen mit Martin Buber, Chaim Weizmann, Berthold Feiwel und Davis Trietsch einer der Mitbegründer des Jüdischen Verlags in Berlin. 1905 war Lilien gemeinsam mit Boris Schatz und anderen Mitglied des Komitees, das die Bezalel School of Art in Jerusalem gründete. Er unterrichtete hier für drei Monate und besuchte Palästina noch weitere Male. 1906 heiratete Lilien die Grafikerin Helene Magnus. Der wirtschaftliche Erfolg stellte sich für Lilien erst durch den Kontakt zum Braunschweiger Verleger Georg Westermann ein. 1908 verlagerte sich Liliens Schwerpunkt von Buchillustrationen zur Radierung. Viele seiner Radierungen zeigen Österreich und Ungarn, andere aber Palästina, Damaskus und Beirut.1909 fand in Wien Liliens erste eigene Ausstellung statt. Nach dem Tod der Schwiegereltern 1920 siedelte die Familie nach Braunschweig über. Lilien, der 1924 einen Infarkt erlitten hatte, verbrachte den Juli 1925 zur Kur in Badenweiler, wo er überraschend starb.