Kurt Landauer
- Lebensdaten: 1884 - 1961
- GND-Nr. 140351779
Biografie
Kurt Landauer war Kaufmann in München und v. a. Fußballfunktionär des FC Bayern München. Er wurde in Planegg bei München geboren. Er hatte vier Brüder und zwei Schwestern. 1901 spielte er erstmals für den FC Bayern als Torhüter, zwischen 1913 und 1914 war er das erste Mal Präsident des Vereins. 1932 gewann er mit dem FC Bayern die erste deutsche Meisterschaft. Bis 1933 war er außerdem Büroleiter der Münchner Neuesten Nachrichten. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er vier Wochen im Konzentrationslager Dachau interniert. Im Mai 1939 flüchtete er nach Genf. Vier seiner sechs Geschwister wurden mit ihren Familien in Konzentrationslagern ermordet. Landauers jüngste Schwester Henny konnte mit ihrem Mann Julius Siegel, ihrer Tochter Hanna und ihrem Sohn Uri 1934 nach Palästina auswandern. (Ihr Sohn Uri Siegel kehrte 1957 nach München zurück) Im Juni 1947 konnte Landauer zurückkehren und war zwischen 1947 und 1951 wieder Präsident des FC Bayern. Gleichzeitig arbeitete er für einen Münchner Verlag. 1955 heiratete er nach einer gut 20 Jahre bestehenden Liaison seine ehemalige Haushälterin Maria Baumann. 2013 wurde er vom FC Bayern postum zum Ehrenpräsidenten ernannt.
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